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Inner Circle Hospitality Frankfurt Hotel Tour

DESTINATION IM ZUSAMMENSPIEL

Whitepaper: Frankfurt am Main, 16. April 2026

Executive Summary

Der Beherbergungs- und Gastronomiemarkt in Frankfurt entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit weiter. Neue Hotels entstehen, bestehende Häuser werden neu positioniert, internationale Marken investieren gezielt in den Standort.

Der Inner Circle Hospitality Frankfurt hat diese Entwicklung an konkreten fünf Orten sichtbar gemacht. Fünf Häuser, eine detaillierte Einordnung von Eduard M. Singer, dem Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing in Frankfurt am Main und eine abschließende Panel-Diskussion verdichteten sich zu einem klaren Bild:

Frankfurt verfügt über große Qualität, Vielfalt und den Willen zur Weiterentwicklung. Was daraus entsteht, entscheidet sich im Zusammenspiel.

Rolf Westermann resümierte: „Die Hotellerie lebt durch ihre Vielfalt. Unterschiedliche Konzepte schlagen Masse.“

All das ist in Frankfurt sichtbar und spürbar. Ihr volles Potenzial entfaltet sich, wenn die Gastwelt als gemeinsames Bild erkennbar wird.

Kontext & Anlass

Inner Circle Hospitality Frankfurt Hotel Tour

Am 16. April 2026 führte der Inner Circle Hospitality durch fünf prägende Hotelprojekte in Frankfurt am Main. Gastgeber waren die verantwortlichen Führungspersönlichkeiten der Häuser, ergänzt durch Einblicke in kommende Projekte und eine abschließende Diskussionsrunde im The Florentin Frankfurt.

Stationen der Tour:

Frankfurt Marriott Hotel
Meliá Frankfurt City
Kimpton Main Frankfurt
Kennedy 89, The Unbound Collection by Hyatt The Florentin Frankfurt

Weitere Projekte im Fokus:
Taj Hotel Hessischer Hof, Roomers Parkview, Atlantic Hotel

Die Gespräche vor Ort und die Diskussion am Abend haben die Eindrücke des Tages eingeordnet und um eine übergeordnete Perspektive ergänzt.

Teilnehmende:

Die Veranstaltung brachte Führungspersönlichkeiten aus Hotellerie, Entwicklung und Stadtmarketing zusammen. Die Gespräche wurden maßgeblich geprägt durch:

Albert Mayr (General Manager, Taj Hotel Hessischer Hof)
Bastian Becker (General Manager, Meliá Frankfurt City)
Patrick Jonek (Sales und Marketing Director, Kimpton Main Frankfurt, IHG)
Jan-Hendrik Meidinger (General Manager, Kennedy 89, The Unbound Collection by Hyatt) Boris Messmer (General Manager, The Florentin Frankfurt, Althoff Collection)
Peter Reischl (General Manager, Frankfurt Marriott Hotel, Frankfurt Hotel Alliance) Eduard M. Singer (Leiter Stabsstelle Stadtmarketing, Frankfurt am Main)
Kevin Nattermann (General Manager, Le Meridien Frankfurt)
Manuel Slapnig (General Manager, Atlantic Hotel Frankfurt)
Friedrich von Schoenfeldt (General Manager Roomers Parkview Frankfurt)
Peter Magnus Maiwurm (Managing Director, Roomers Hotels)

Konzeption & Durchführung:
Peter Joehnk (Inner Circle Hospitality) Rolf Westermann (Inner Circle Hospitality)

Schirmherrschaft:

Frankfurt Hotel Alliance (66 Hotels, 15.500 Hotelzimmer, 3,5 Mio. Übernachtungen, 640 Mio. Euro Jahresumsatz)

Fünf Häuser, ein gemeinsamer Anspruch

Die Tour zeigte eine Stadt, die sich über viele einzelne Initiativen weiterentwickelt. Unterschiedliche Konzepte, unterschiedliche Handschriften, aber ein klar formulierter gemeinsamer Anspruch an Qualität und Relevanz.

Boris Messmer, General Manager im The Florentin Frankfurt, beschrieb die Perspektive so: „Wir wollen Frankfurt mehr als Destination sehen ... und uns ist wichtig, dass wir das nur gemeinsam schaffen.“

Er erweiterte diesen Blick bewusst über das einzelne Haus hinaus und beschrieb Frankfurt als Ort, der mehr kann als Business: „Es ist eine sehr lebenswerte Stadt ... eine Stadt zwischen drei Weinregionen, mit viel Kulinarik ... eine Stadt, die noch nicht jeder so besucht hat.“

I. Qualität zieht Aufmerksamkeit und Investitionen

Die aktuelle Entwicklung in Frankfurt wird von einer Reihe ambitionierter Projekte getragen. Diese Projekte wirken in den Markt hinein, weil sie Erwartungen verändern. Rolf Westermann betonte: „Die Hotellerie in Frankfurt ist unterschätzt im Vergleich zu Messen, Finanzen und Mobilität.“

Gleichzeitig entsteht ein spürbarer Aufwärtsdruck im Markt. Neue Häuser bringen neue Standards. Bestehende Häuser reagieren darauf.

Bereits zu Beginn der Tour ordnete Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing von Frankfurt am Main, die aktuelle Entwicklung ein: „Gute Wettbewerber fördern Qualität.“ Diese Dynamik ist in Frankfurt sichtbar. Sie erklärt auch, warum weitere Investitionen folgen.

Peter Joehnk beschrieb die Perspektive der Investoren so: „Investoren in neue Hotelprojekte setzen auf langfristigen Wertzuwachs und drücken beim operativen Gewinn möglicherweise ein Auge zu.“

Der Blick richtet sich damit über kurzfristige Kennzahlen hinaus auf die Entwicklung des Standorts.

II. Profil entscheidet über Relevanz

Die Tour machte einen Unterschied sichtbar, der im Alltag häufig unterschätzt wird: Gäste vergleichen nicht mehr nur Lage, Preis oder Ausstattung. Ein Haus gewinnt an Relevanz, wenn es eine klare Vorstellung davon vermittelt, was man dort erlebt und warum genau dort.

Das hat direkte Auswirkungen auf den Markt: Austauschbare Angebote geraten in Preisdruck und klar positionierte Häuser gewinnen Unabhängigkeit.

“Wir setzen auf Storytelling als ein zentrales Differenzierungselement”, betonte Jan-Hendrik Meidinger (General Manager, Kennedy 89)

Und Daryl Kornelsen (Luxury Hospitality Sales Expert) bestätigte die Wirkung aus Gastsicht sehr treffend: „Those with a spirit and a soul turn guests into storytellers.“

Häuser mit Profil erzeugen Erlebnisse, die weitererzählt werden. Häuser ohne Profil bleiben funktional und austauschbar. Aufgabe für Betreiber ist es, dafür zu sorgen, dass Angebot, Kommunikation und Erlebnis zusammenwirken. Für den Standort bedeutet es ebenfalls etwas: Je klarer einzelne Häuser lesbar sind, desto stärker wird das Gesamtbild der Destination.

III. Zusammenarbeit als Standortfaktor

Der Austausch während der Tour war geprägt von einer Offenheit, die im Wettbewerb nicht selbstverständlich ist. Tenor: Was gut ist für den Standort, ist gut für alle. Oder wie Boris Messmer es formulierte: „Wir stehen hier als Team.“

Diese Haltung wurde in der Diskussion mehrfach bestätigt. Sie entsteht aus der Einsicht, dass die Attraktivität eines Standorts nicht isoliert wächst. Rolf Westermann beschrieb Frankfurt in diesem Zusammenhang als positives Beispiel: „Frankfurt ist ein Vorbild an Zusammenhalt. Gemeinsam mit der Stadt lassen sich die Rahmenbedingungen verbessern.“

Diese Form der Zusammenarbeit schafft die Grundlage für eine Entwicklung, die über einzelne Projekte hinausgeht.

IV. Wahrnehmung aktiv gestalten

Frankfurt verfügt über eine starke Grundlage. Wirtschaftskraft, internationale Anbindung, kulturelle Vielfalt und eine wachsende Hotellandschaft bilden ein belastbares Fundament. Gleichzeitig bleibt die Wahrnehmung der Stadt hinter diesen Möglichkeiten zurück.

Kevin Nattermann, General Manager, Le Meridien Frankfurt, brachte das klar zum Ausdruck: „Die Wahrnehmung über die Stadt ist international schlechter als das, was wir hier erleben.“

Eduard M. Singer ergänzte eine zweite Perspektive: „Frankfurter sind unfassbar stolz. Aber sie tragen es nicht nach außen.“ Diese beiden Aussagen beschreiben denselben Zusammenhang aus zwei Richtungen. Die Aufgabe liegt darin, vorhandene Stärke sichtbar zu machen und konsistent zu erzählen.

V. „Big city, approachable!“ – Potenziale gezielt nutzen

Frankfurt verfügt über stabile Business-Ströme, eine starke Messe, viele Fluggäste und internationale Anbindung. Die 279 Beherbergungsbetriebe mit ihren rund 15.000 Beschäftigten und etwa 64.800 Betten beherbergten im vergangenen Jahr rund 6,36 Millionen Gäste. Insgesamt erwirtschafteten die mehr als 70.000 Beschäftigten in der Tourismusbranche in 2025 rund 5 Milliarden Euro, was Steuereinnahmen von mehr als 100 Millionen Euro entspricht.

Diese Nachfrage ist gesetzt und bildet das Nachfrage-Fundament vieler Häuser. Gleichzeitig entsteht ein zweiter Blick auf den Markt, der zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die Stadt selbst rückt stärker in den Fokus. Frankfurt wird nicht mehr nur als funktionaler Ort wahrgenommen, sondern als Ziel, das eigene Anlässe schafft. Kultur, Kulinarik, kurze Wege und die Nähe zu Natur und Region spielen eine zunehmend wichtige Rolle.

Daraus entsteht ein erweitertes Verständnis von Nachfrage. Sie ist nicht mehr nur rein anlassbezogen, sondern orientiert sich zunehmend auch an den wahrgenommenen Möglichkeiten. Wer bereits in der Stadt ist, kann leichter zum Gast werden. Wer ursprünglich aus einem anderen Grund kommt, findet Gründe zu bleiben. Die Aufgabe besteht darin, diese Übergänge bewusst zu gestalten und vorhandene Potenziale stärker miteinander zu verbinden.

Eduard Singer: „Ich habe 20.000 bis 30.000 Umsteiger am Flughafen. Die muss ich in die Stadt holen.“

In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass genau hier eine Entwicklung stattfindet. Business- Reisen verlängern sich. Aufenthalte werden bewusster genutzt. Gäste kombinieren Termine mit Freizeit, bringen Begleitung mit oder entscheiden sich, länger zu bleiben.

Strategic Implications

Die Gespräche des Tages vermittelten ein gutes Gefühl dafür, welche Stellschrauben mitentscheiden, ob eine Destination an Profil gewinnt oder in der Vergleichbarkeit verharrt.

Für Betreiber wird deutlich, dass Auslastung nicht mehr allein aus Lage, Vertrieb oder Kategorie entsteht. Ein Haus wird dann attraktiv, wenn es eine klare Rolle einnimmt und diese über alle Ebenen hinweg konsistent umsetzt. Gestaltung, Service, Nutzungskonzepte und Kommunikation müssen ineinander greifen.

Für Investoren zeigt sich ein ähnliches Bild. Die aktuellen Projekte in Frankfurt folgen nicht primär einer kurzfristigen Renditelogik. Sie setzen auf Wertentwicklung über Positionierung und Qualität. Das erklärt auch die Bereitschaft, in anspruchsvolle Konzepte, Architektur und Marken zu investieren. Der Markt honoriert diese Haltung vielleicht nicht sofort, aber nachhaltig.

Für die Stadt ergibt sich daraus eine andere Aufgabe als reine Standortvermarktung. Die Qualität der einzelnen Projekte ist enorm. Wenn es gelingt, daraus ein konsistentes Bild zu entwickeln, profitiert davon auch die Standortmarke. Klarheit und ein gemeinsames Verständnis dessen, wofür Frankfurt stehen soll, sind unerlässlich.

Für die Branche insgesamt wird ein Punkt besonders greifbar: Zusammenarbeit ist kein weicher Faktor. Sie entscheidet mit darüber, ob sich Investitionen, Qualität und Nachfrage gegenseitig verstärken oder nicht. Frankfurt zeigt, dass diese Bereitschaft vorhanden ist.

Conclusion

Der Tag in Frankfurt hinterlässt ein klares Bild einer Stadt, die sich mit hoher Dynamik entwickelt und dabei an Qualität und Profil gewinnt. Die einzelnen Projekte stehen für unterschiedliche Ansätze und unterschiedliche Perspektiven, in Summe zeigen sie, wie viel Bewegung aktuell im Markt ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese Entwicklung erst dann ihre volle Wirkung entfaltet, wenn sie als gemeinsames Bild erkennbar wird. „Die Hotellerie lebt durch ihre Vielfalt“, formulierte Rolf Westermann treffend. Diese Vielfalt ist in Frankfurt vorhanden. Der nächste Schritt besteht darin, sie noch stärker miteinander zu verbinden und daraus eine klare gemeinsame Erzählung zu entwickeln. Leading Destinations entstehen im Zusammenspiel. Frankfurt hat das Zeug dazu.

Über dieses Whitepaper

Der Inner Circle Hospitality ist eine Plattform für den persönlichen, vertraulichen Austausch über zentrale Zukunftsfragen der Branche – jenseits klassischer Konferenzen und öffentlicher Positionierungen.

Dieses Whitepaper basiert auf den Erkenntnissen der Inner Circle Hospitality Frankfurt Hotel Tour am 16. April 2026 in Frankfurt am Main. Es wurde erarbeitet und erstellt von unserem Partner REALTALK.

REALTALK verbindet die relevanten Akteure der Hospitality-Branche. Durch strategische Beratung, aktivierende Formate und persönliches Matchmaking bringt REALTALK relevante Entscheidungsträger und passende Partner gezielt zusammen.

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